Spotlight | Sandra Juto

Dieses Mal möchte ich Euch eine sehr talentierte Dame und ihren Blog vorstellen. Sandra Juto macht noch dazu wirklich großartige Photos, vor allem auf ihren Spaziergängen durch Berlin, die sie sowohl auf ihrem Blog als auch auf Instagram regelmäßig zum Besten gibt. Zudem hat sie einen tollen Geschmack was Essen und Kaffee angeht – sie war auch mehr oder minder der Anstoß für uns, all die wunderbaren Cafés in Berlin aufzusuchen und lieben zu lernen. Sandra kommt aus Schweden und ist quasi ein Allround-Talent – BloggerinGeschäftsfrauIllutratorin, Photographin und Handarbeits-Genie zäht sie zu ihren Stärken und wir können uns auf den verschiedensten Plattformen ein genaueres Bild davon machen.

Copyright: Sandra Juto
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© Sandra Juto // sandrajuto.blogspot.de / Facebook / Instagram / Flickr / Twitter

Meinung am Sonntag | Wie primitiv sind wir eigentlich?

Es ist heiß. Schwitzende Körper reiben aneinander vorbei und bilden einen menschlichen Fluss, der in zwei Richtungen fließt, oder eher zähflüssig dahinplätschert. Enge und Körperwärme lassen die Individuen zu einem großen Ganzen verschmelzen. Die zwei Ströme pulsieren wie Arterien, mal schneller, mal langsamer, links und rechts eingeschlossen von Grenzen, die niemanden passieren lassen. Es geht nur vorwärts, nie zurück.

Der Lärm betäubt die Sinne noch weiter, die Luft wird knapp. Einmal in der Masse gefangen gibt es keinen Ausweg mehr, nur noch durchhalten. Noch wenige Meter geht es weiter, dann ein Engpass. Das Nadelöhr treibt alles auf die Spitze. Von überall her Berührungen, die man nicht verhindern kann. Fremde Nässe auf der Haut, fremde Gerüche in der Nase. So muss sich die Hölle anfühlen. Noch einmal die letzte Kraft zusammennehmen und weiterschwimmen. Dann, nach gefühlt endloser Qual bricht der Strom auseinander, die verschweißten Moleküle trennen sich wieder. Das Bewusstsein kehrt mit der Atemluft zurück.

So, oder so ähnlich, funktionieren die meisten Situationen, in denen eine hohe Anzahl von Menschen an einem Ort aufeinander trifft. Man organisiert sich unbewusst, irgendwie funktioniert das immer.
Menschen lieben ihre Volksfeste. Und Volksfeste sind ein Spiegel der Gesellschaft. Selten sieht man so grundverschiedene Menschen und Gruppen in (mehr oder weniger) harmonischer Gemeinschaft, wie auf Altstadtfesten, Jahrmärkten und co. Ein Besuch solch eines Volksfestes gleicht hin und wieder aber auch dem in einem Zoo: Die seltsamsten Gestalten und Kreaturen sind plötzlich zum Greifen nah und man merkt überhaupt erst, was es alles so gibt.

Ein aktuelles Beispiel, das sich aber problemlos auf nahezu jedes andere Volksfest übertragen lässt: Das 18. Internationale Bierfest in Berlin, welches an diesem Wochenende stattfindet. Der Name lässt schon erahnen, worum es hierbei geht. Auf der Website heißt es:

Annähernd 700.000 Besucher aus aller Welt werden sich mitten im Herzen von Berlin im „Längsten Biergarten der Welt“ treffen.
Auf 2,2 Kilometern werden die Besucher 340 Brauereien aus 87 Ländern, mit 2400 einmalig vertretenen Bieren, sowie 22 Bierregionen mit kulinarischen Spezialitäten und 20 Bühnen mit Live-Musik, mit nationalen und internationalen Künstlern, bei freiem Eintritt begeistern.

Das inoffizielle Motto lautet „Bier macht uns zu Freunden“. Na, wenn das mal so einfach wäre.

Da sind sie nun, die ungestüme Dorfjugend, die feierwütigen Rentner, die (oft zu) naiven Touristen, die trinkfesten Alt-Rocker, die JungesellInnen-Gruppen, Testosteron-Bolzen und die obligatorischen Pfandsammler und all die anderen seltsamen Gestalten. Schubladendenken macht hier besonders viel Spaß. Interessant ist es mit anzusehen, wie gestandene Frauen und Männer sich derart hemmungslos gehen lassen, als gäbe es kein Morgen mehr. Von den Jugendlichen ganz zu schweigen. Natürlich steigt proportional zum Alkoholkonsum die Aggression, das kennt man ja. Wenn auch tatsächliche Auseinandersetzungen selten vorkommen, mit fortschreitender Uhrzeit spürt man dennoch die elektrischen Spannungen in der Luft.

Das Publikum ist tatsächlich ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Im doppelten Sinne, denn so unterschiedlich die soziale Herkunft ist, so durchschnittlich sind doch alle unter dem Einfluss des „güldenen Gerstensaftes“. Da wird der Anwalt genauso schnell zum Proleten wie der Fußball-Hooligan oder der Motorrad fahrende Frührentner. Im Falle des Bierfestes werden Frauen zügig zu Freiwild, vor allem die hinter den Tresen. Zugegeben, die Betreiber der beiden Zapf-Wagen mit den knapp bekleideten „sexy“ Krankenschwestern und die dazugehörigen Schankdamen selbst wissen mit Sicherheit ziemlich genau, worauf sie sich da einlassen. Die müssen sich nicht wundern, wenn sie objektiviert werden.

Spaß machen kann sowas, na klar. Volksfeste, oder wie sie eigentlich besser heißen sollten, Gesellschaftsfeste, sind aber oft wie das vormittägliche Fernsehprogramm: stumpf. Wenn Volksfeste, dem Namen entsprechend, Feste des Volkes sind, warum feiern wir so oft so primitiv? So einfältig, sinnfrei und alkoholfixiert sind wir doch gar nicht! Oder doch?

Fitness | Die Sache mit dem Sport – Männeredition (Teil 2)

Falls ihr den ersten Teil verpasst habt, hier könnt ihr ihn nachlesen.

Um dann nicht für immer völlig passiv zu bleiben, meldete ich mich ungefähr mit 17 bei McFit an. (Mir fällt gerade auf, dass das schon fast 10 Jahre her ist – gibt es bei McFit eigentlich Prämien für lange Treue?!)  Über die Jahre mal mehr, mal weniger aktiv beschäftigte ich mich seither mehr mit den Themen Fitness und Kraftsport, neuerdings dann vor allem mit letzterem. Manchmal mit Freunden und meistens alleine trainierte ich dort relativ planlos und willkürlich. Mit dem Umzug nach Berlin vor ein paar Jahren wurde dann einiges anders.

Im Berliner McFit-Studio in der Seestraße (Wedding) trainierten wir weiter. Mal zum Spaß, mal aus Langeweile, mal ganz im Ernst, als ich mich auf die Einstellungstests der Berliner und Brandenburger Polizei vorbereitete. Mal alleine, mal in Gegenwart von Mitgliedern der lokalen Hells Angels. Da war immer was los.

Und heute?

Drei Jahre später bin ich immer noch bei McFit, jetzt aber im Studio in Prenzlauer Berg (direkt neben dem SOHO-House, wie glamurös!). Momentan trainiere ich – man glaubt es kaum – nach dem Bodybuilding-Plan Shortcut-To-Size des amerikanischen Fitness- und Bodybuilding-Guru Jim Stoppani. Der Plan befasst sich mit sämtlichen Muskelgruppen und beinhaltet zahllose Übungen, aber auch einen großen Cardio-Anteil. Diesen Plan kann ich einfach jedem empfehlen, der ernsthaft und effektiv Muskelmasse aufbauen möchte, ohne jedoch gleich zu übertreiben. Gerade für Anfänger ist das 12-wöchige Shortcut-To-Size sehr gut geeignet.

Bevor ihr jetzt was Falsches denkt: Nein, ich bin kein Bodybuilder und ich möchte auch keiner werden. 

McFit bietet für diese Art des Trainings eigentlich alles an Geräten und natürlich im Freihantelbereich, von mir liebevoll „Pumper-Ecke“ genannt. Hin und wieder treffe ich mich aber auch mit zwei Bekannten (30 und 40 Jahre alt), die schon eher in die „richtige“ Pumper-Kategorie fallen. Dann gehen wir zusammen trainieren und geben uns gegenseitig Tipps. Vor kurzem haben wir (oder vielmehr ich) vielleicht den idealen Platz für solche Treffen gefunden: In Berlin gibt es ja bekanntlich für jede Art von Mensch irgendein Etablissement, in dem sie/er Gleichgesinnte treffen kann. In Friedrichshain gibt es seit einer Weile auf dem RAW-Gelände ein neues Fitness-Studio namens Berlin Strength.

berlin strength front wall

So roh und schmucklos der Name schon klingt, so sieht es dort auch aus: In der ehemaligen Lagerhalle findet man sich auf einer Art Baustelle wieder, voller Metall und Beton. Hier geht es wirklich nur um Muskelkraft. Es reihen sich riesige Metallgerüste an martialisch designte Geräte, dazwischen liegen Gewichte, Seile und alles Mögliche herum. Ein Abenteuerspielplatz für große Jungs. Und Frauen! Die nette Amerikanerin am Empfang schwang sich, nachdem wir jeweils ein Tagesticket für 6 Euro erworben hatten, flugs selbst auf eine Hantelbank und stemmte locker Gewichte, die bei jedem Normalsterblichen Schwindel verursachen.

Das interessante ist aber eigentlich, dass der Laden (ganz nach dem Geschmack der Friedrichshainer) mit Hardcore- und Metal-Hintergrundbeschallung und veganen Getränken/Snacks eher ein linksalternatives Publikum ansprechen will. Diese Mischung kannte ich so auch noch nicht. Wem das zu krass ist, der kann natürlich auch zum benachbarten AXT Crossfit gehen und sich auf eine ganz andere Art auspowern.

Berlin | Ein Nachtspaziergang

Für das vergangene Wochenende hatten wir keine Pläne. Ich selbst bin nun schon seit zwei Wochen im On-Off-Grippe-Modus und dieses anhaltende Krankheitsgefühl scheint kein wirkliches Ende finden zu können. Begleitet von ständigem Regen und prallem Sonnenschein bei 30°C im Schatten ist mein Gemüt alles andere als in Sommerstimmung – können wir nicht bitte einfach direkt in den Herbst übergehen? Naja, jedenfalls haben wir uns am späten Samstagabend für einen kleinen Spaziergang durch den Prenzlauer Berg und Mitte entschieden. Bei unserer Tour durch den Kollwitzkiez, die Kastanienallee, vorbei am Rosenthaler Platz bis durch die Oranienburger Straße und wieder zurück sind spontan ein paar Schnappschüsse entstanden, die wir mit Euch teilen möchten. Prinzipiell nichts Besonderes, aber da Berlin vor allem nachts besonders angenehm ist und die Hitze um 23 Uhr auch endlich mal nachlässt, hat es sich angeboten, die Kamera einzupacken und einfach ein bisschen Licht einzufangen. Die Qualität der Photos leidet leider immer ein wenig beim Einbetten in den Eintrag, aber das ändert sich hoffentlich bald.

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Berlin bei Nacht
Berlin bei Nacht

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Review | Degustabox Juli

Degustabox Juli

Am Wochenende lieferte DHL uns die Degustabox für den Monat Juli. Bei neuen Foodbox-Lieferungen bin ich immer ganz besonders neugierig und freue mich nach wie vor immer, wenn ich ein aktuelles Exemplar in den Händen halten darf. Wie hier hier nachverfolgen könnt, war ich bei der Mai-Box absolut zufrieden mit dem Inhalt der Box. Auch der Inhalt der Juni-Box, zu der ich leider aufgrund von Termin- und Umzugs-Problemen keinen Eintrag verfassen konnte, war wirklich großartig. Und auch dieses Mal muss ich sagen, dass die Degustabox uns nicht enttäuscht.

1. Valensina Saft-Limonade – prickelt saftiger! Mit besonders hohem Fruchtanteil erfrischen die beiden Saft-Limonaden in den Sorten Orange und Zitrone besonders lecker und fruchtig – gerade an heißen Sommertagen. Frei von künstlichen Aromen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln tragen sie die besonders saftige Handschrift von Valensina. Tipp: gekühlt genießen!

2. Tortenträume werden wahr – einfach und lecker mit Tortenfüllungen von Maintal. Die Maintal Tortenfüllungen mit aromatischen Frühstückchen und einem Huch Likör sind ausschließlich mit natürlichen Zutaten hergestellt, inklusive einfacher Zubereitung: Nur steif geschlagene Sahne zur Tortenfüllung zugeben und einen Tortenboden bestreichen. So zaubern Sie in Minutenschnelle wunderbare Torten.

3. Die neue Sirupsorte TRI TOP Pink Grapefruit ist wie die anderen TRI TOP Sirupe eine ideale Grundlage für leckere Erfrischungsgetränke. Mit Mineral- oder Trinkwasser gemischt, und ganz individuell bestimmbarer Intensität des Geschmacks, sorgt TRI TOP Pink Grapefruit die fruchtig-herbe Erfrischung im Glas. Und auch für kreative Cocktails ist die neue Sorte bestens geeignet.

4. ORYZA Risotto und Paella Reis. Seine zart-aromatische, weiche Hülle und sein dennoch bissfester Kern haben diesen feinen Mittelkorn-Reis zum beliebtesten Reis in der traditionellen, mediterranen Küche gemacht. In Brühe, Fond oder Wein gekocht, eignet er sich besonders für herzhafte mediterrane Spezialitäten wie Risotto und Paella. Er ist der ideale Reis für alle Liebhaber vielseitiger, südeuropäischer Kochkunst.

5. Die erste Goldene Cola. GOLDEN AGE, die 100& natural Gold Cola (vegan). 62% weniger Kalorien (nur 15 kcal), ohne künstl. Süßstoffe, Farbstoffe oder Phosphorsäure. Erfrischend stimulierend mit Ingwer, Zitrone und einem natürlichen Guarana/Koffeinmix.

6. Ist es ein Kau-Bonbon oder doch ein Toffee? Jahnke KauToffees Butter-Sahne sind die zarte Versuchung. Das Geheimnis dieser leckeren Spezialität sind die erlesenen Zutaten. Echte Butter und feine Schlagsahne verschmelzen zu einem Genuss mit weichem Biss und mildem Geschmack. Probieren Sie die Toffees und erleben sie einen Naschspaß mit angenehmem Karamellaroma.

7. Shot Ice ist due herrlich erfrischende Kombination aus leckerem Wassereis mit hochwertigem Wodka. Gönn‘ Dir Dein Shot Ice ohne künstliche Farbstoffe oder Aromen. Toller Geschmack in 5 leckeren Geschmackssorten: Himbeere, Kirsche, Pfirsich, Zitrone und Cola. Shot Ice! Das Wassereis im Retrostyle mit dem gewissen Schuss!

8. Grillgenuss pur! Mit milder Schärfe der Jalapenoschote, Kardamom und abgerundet mit geräuchertem Paprika, sowie einem Hauch Knoblauch. Ostmann Grilmarinade „Spicy Jalapeno“ ist ideal zum Marinieren von Steaks oder Medaillons vom Rind, Kalb, Schein, Lamm und Geflügel.

9. Antipasti Tomaten von KLUTH werden schonend in der Sonne getrocknet, wodurch ihr feines Aroma besonders gut erhalten bleibt. Die Würzung und Beigabe hochwertiger Öle verfeinert die getrockneten Tomaten zu einer Antipasti mit besonders edler Note. KLUTH Antipasti Tomaten eignen sich als Vorspeise, als Beilage für Brotzeiten und zum Würzen von Salaten oder Saucen.

Abgesehen davon, dass Reis und getrocknete Tomaten zur Grundausstattung jeder Foodbox zu gehören scheinen, sind die Produkte gut gewählt. Besonders lecker finde ich die Valensina-Limonaden, das Grapefruit-Sirup und die Grill-Marinade, besonders neugierig sind wir auf die „1. Goldene Cola“. Was waren/wären Eure Favoriten?

Auf dem Degustabox-Blog gibt es eine spezielle Rubrik für leckere Rezepte, die aus den Produkten der jeweiligen Boxen entstanden sind. Lasst Euch inspirieren, vielleicht ist ja etwas Passendes für Euch dabei! Ich selbst habe mir schon oft vorgenommen, etwas leckeres mit den Zutaten zu zaubern, aber mittlerweile hat mich die nötige Inspiration noch nicht wirklich getroffen. Vielleicht ändert sich das ja bald… Werdet Fan auf der dazugehörigen Facebook-Seite und bleibt somit immer auf dem neusten Stand, was leckere Rezepte und neue Boxen angeht!

Mit dem Aktionscode WUW0X könnt Ihr übrigens 5€ bei Eurer Degustabox-Bestellung sparen, somit zahlt Ihr dann lediglich 9,99€ statt 14,99€ für die erste Box. Der Code ist bis zum 31.10.2014 gültig – nutzt ihn aus!

Valensina / Colarebell
Maintal Tortenfüllung
Degustabox-Juli-001
Degustabox Juli

Anmerkung: Sponsored Post

Meinung am Sonntag | Mad world

Ich muss jetzt ausnahmsweise mal ein wenig politisch werden, auch wenn das hier bislang nicht oft passiert ist. Aber der aktuelle Anlass bietet sich an, um ein wenig Senf im Internet zu verteilen. Daraus wird jetzt eine wöchentliche „Kolumne“ entstehen, in der ich – mal mehr, mal weniger politisch – aktuelle Geschehnisse kommentiere.

In diesen Tagen wird wieder klar: Die Menschheit ist schon längst auf dem Gipfel des Wahnsinns angekommen. In einer Zeit, in der sich gefühlte 70% der Erde in Kriegen und/oder Armut befinden, in der bewusst Zivilflugzeuge abgeschossen werden und sich Menschen bis aufs Blut bekämpfen, weil sie das Existenzrecht des anderen einfach nicht akzeptieren wollen, was soll da nur aus uns werden?

Während der aktuelle asymmetrische Krieg im Gaza-Streifen mal wieder auf grausamste Weise das Kräfteungleichgewicht der Parteien deutlich macht befindet sich der unbeteiligte Ottonormal-Mitteleuropäer in einem Gewissenskonflikt: Soll man Partei ergreifen? Für wen?

Man findet in den Sozialen Netzwerken wie Twitter mittlerweile Bilder von durch israelische Luftangriffe verstümmelten palästinensischen Kinderleichen (ich erspare Euch den Link zu den Bildern, aber der Guardian hat sich dem Thema in einem Kommentar ebenfalls angenommen), deren Echtheit besonders von der Gegenseite angezweifelt wird. Angeblich stammen viele der Bilder, die wir im Fernsehen als aktuelles Material aus dem Nahen Osten vorgesetzt bekommen, in Wahrheit aus dem Syrienkonflikt. Von einem in Berlin lebenden Israeliten hörte ich indes die Behauptung, die Hamas befehle Familien und vor allem Kindern, sich auf die Dächer ihrer Häuser zu begeben, um als menschliche Schutzschilde zu dienen. Und er sagte mir – vermutlich richtigerweise – dass man über Dinge wie dieses grauenhafte Vorgehen natürlich nichts aus den westlichen Medien erfahre. Anders herum fragt man sich unter anderem, warum Israel ein UN-Gebäude (!) beschießt und dabei noch mehr Frauen und Kinder tötet. Und auch, ob Israel nicht lieber wahre Größe zeigen sollte, indem es nicht als vergeltungssüchtiger Aggressor agieren, sondern den Palästinensern als fortschrittlicher Friedensvordenker die Hand reichen könnte.

Also noch einmal die Fragen: Wem soll man hier glauben? Und vor allem was soll man glauben?

All das führt unweigerlich zu der Erkenntnis: Egal, welcher „Seite“ man Recht gibt, man liegt immer falsch. Aus beiden Richtungen werden unmenschliche Verbrechen am jeweiligen Gegner begangen. Die eine Seite hat lediglich den Vorteil, nach den USA die schlagkräftigste und am besten ausgestattete Armee der Erde zu besitzen. Die andere hat überhaupt nichts dergleichen. Und ist im Endeffekt der Wut Israels erst einmal völlig ausgeliefert.

Ohne die Meldungen der Tageszeitungen rezitieren oder auf die Entstehungsgeschichte des Nahost-Konflikts eingehen zu wollen, es hat sich gezeigt, dass besonders die „Pro-Gaza“-Meinung oft gleichgesetzt wird mit einer „Anti-Israel“-Einstellung. Die Antisemitismus-Keule mal wieder. Getreu dem Motto „bist du nicht für uns, dann bist du gegen uns“. Zugegeben, was da in Frankreich momentan passiert, das erinnert in Teilen schon ein wenig an die Judenhetze im 3. Reich. Aber kann man nicht einfach beide Konfliktparteien, in aller Deutlichkeit gesagt, scheisse finden? Tatsache ist, dass es in Kriegen nur Verlierer gibt. Und eine weitere Tatsache ist, dass ein wesentlicher – wenn nicht der entscheidende – Antrieb des seit Generationen anhaltenden Hasses die Religionen sind. Religionen, welche ursprünglich mal den Menschen helfen, sie bereichern und harmonisieren sollten. Doch wie so oft in der Geschichte sind sie auch hier zum Ursprung allen Übels geworden. Zudem scheint der Radikalisierungsgrad in vielen Glaubensrichtungen seit dem 11. September zuzunehmen.

Es wäre so schön, wenn die Menschen im Nahen Osten und überall dort, wo religiöser Fanatismus den Tod von Menschen bedeutet, sich von diesem Übel befreien, oder wenigstens den gegenseitigen Respekt wiedererlangen könnten. Wenn sie sich einfach mal entspannen und darüber nachdenken würden, wohin das alles führen soll. Ob sie wirklich wollen, dass auch ihre Kinder und deren Kinder noch in ständiger Todesangst leben müssen sollen. Ob sie wirklich keinen anderen Weg sehen, ihre Zukunft zu gestalten, als durch die Auslöschung sogenannter „Feinde des Glaubens“. Und wenn all die Menschen der radikalen Hamas, der Boko Haram, der Taliban, der Westboro Baptist Church, der Kreationisten und all der anderen weltfremden Vereinigungen diese Fragen mit ja beantworten, dann sieht es wohl für uns alle düster aus. Dann müssen wir uns wohl erst zurück in die Steinzeit bomben, um am Ende festzustellen: Wir haben nur eine Erde. Wir haben nur uns. Und miteinander leben ist soviel einfacher als gegeneinander.

Wedding Inspiration | Hochzeitstorte

Das Wichtigste bei jeder Hochzeit, ganz klar, ist nicht etwa die Location oder das Kleid, nein, es ist die Hochzeitstorte! Naja, für uns als bekennende Tortenfans auf jeden Fall. Auf Pinterest sammle ich schon lange die schönsten und kreativsten Exemplare und bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt von all den Variationen. Meine sechs liebsten Exemplare habe ich für Euch rausgesucht. Die Herausforderung wird dann höchstwahrscheinlich nur, das Ganze in eine glutenfreie Variante umzumünzen, die mindestens genauso gut schmeckt wie die „normale“ Version.

wedding cake pinterest

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Fitness | Power Plate

Ich für meinen Teil probiere ja gerne mal die unterschiedlichsten Dinge aus, wie ich es neulich vielleicht schon ein wenig verdeutlicht habe. Nachdem ich also bei McFit schon verschiedene Kurse (Yogates, Sixpack, Body Fight, Spinning) besucht habe, habe ich neulich beschlossen, mich auch mal auf diese ominösen „Vibration“-Dinger zu stellen. Ich besuchte also einen der angebotenen Cybertraining-Kurse auf dem Power Plate und war ein bisschen beeindruckt.

Ich hatte keine großen Erwartungen, habe mir eigentlich nicht viel von diesem Exkurs in Form eines „Bauch, Beine, Po“-Workouts versprochen. Auch, wenn mir bekannt war, dass viele Menschen auf diese Geräte schwören und von extrem schnellen Ergebnissen sprechen, wollte ich eigentlich nichts davon wissen. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn schon kurze Zeit später hatte ich Muskelkater, der sich gewaschen hatte – und was gibt es bitte Besseres? Die Schüttel-Impulse des Power Plates regen die Muskeln an und dabei vor allem auch die Muskelpartien, die sonst vielleicht eher unangetastet bleiben. In Kombination mit kontrollierten Bewegungen ist dieses Training auf dem Vibrations-Gerät zwar sicher keine Wunder-Sportart, aber es handelt sich auf jeden Fall um ein Intensivtraining, das auch in kurzen Intervallen schon sehr effektiv sein kann – vor allem eben in der Tiefenmuskulatur. Gesundheitlich ist die Nutzung des Geräts ein wenig umstritten, aber wer keinerlei gesundheitliche Defizite hat, der sollte hier auch keine Probleme haben. Dieser Spiegel-Artikel bringt es eigentlich ziemlich gut auf den Punkt.

Für mich persönlich ist ein kurzer Besuch im Kursraum seit dem ein absolutes Muss, da ich mir durchaus einbilde, die ein oder andere Körperregion dadurch etwas straffer gestalten zu können. Ich richte mich allerdings kaum noch nach den Kursen, sondern führe die Übungen, die für mich relevant sind, selbstständig durch. Das Schüttel-Workout lässt sich unter anderem übrigens auch prima mit Yoga-Übungen kombinieren! Besonders ans Herz legen kann ich Euch Squats auf dem Power Plate – ich bin auch so ein großer Fan der guten alten Kniebeugen, aber untermalt mit diesem Schütteleffekt scheint alles im Sekundentakt ein Stückchen fester zu werden.

Fazit: Die Geräte sind nicht unbedingt das, was man im Allgemeinen als „erschwinglich“ bezeichnen würde, daher finde ich die Option, die McFit seinen Mitgliedern bietet, wirklich ideal. Und ich denke, dass ein Power Plate-Workout für jeden das Richtige ist, der gerne in möglichst kurzen Trainingseinheiten das Bestmögliche für die eigene Tiefenmuskulatur rausholen möchte.

Habt Ihr bereits Schüttel-Erfahrungen gesammelt? Könnt Ihr schon positive Veränderungen an Eurem Körper feststellen? Was sind Eure Eindrücke? Würdet Ihr das Training weiterempfehlen?

Berlin | Wochenmarkt Maybachufer

In Vergangenheit haben wir ja bereits einige Eindrücke des Wochenmarkts in der Crellestraße mit Euch geteilt und wir dachten uns, dass es jetzt doch an der Zeit ist, einen weiteren Markt vorzustellen. Diesmal waren wir auf dem türkischen Markt am Maybachufer in Berlin-Neukölln unterwegs und sind immer noch ganz begeistert von all den Gerüchen und Eindrücken. Die Temperaturen waren zwar beinahe unerträglich, aber dennoch haben wir einige Leckereien mitnehmen können.

Wochenmarkt am Maybachufer
Maybachufer in Berlin-Neukölln
U-Bahnhof Schönleinstraße Linie 8 / Bus 140
Homepage

Öffnungszeiten
Dienstag: 11.00 bis 18.30 Uhr
Fretag: 11.00 bis 18.30 Uhr

Türkischer Wochenmarkt Maybachufer Berlin-Neukölln
Türkischer Wochenmarkt Maybachufer Berlin-Neukölln
Türkischer Wochenmarkt Maybachufer Berlin-Neukölln
Türkischer Wochenmarkt Maybachufer Berlin-Neukölln
Türkischer Wochenmarkt Maybachufer Berlin-Neukölln

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Spotlight | Tom Blachford Photography

Tom Blachford fotograf australien vorstellung

Dieser bärtige Zeitgenosse ist der australische Fotograf Tom Blachford, welcher sich auf unterschiedlichsten fotografischen Gebieten austobt, sei es Reise-, Architektur- oder Hochzeitsfotografie. Auch sein Instagram-Feed ist sehr sehenswert.

Prominent war zuletzt vor allem sein Luftaufnahmen-Projekt, dass dem Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Stadt bietet. Auch das Einfangen von minimalistischen Szenen gelingt ihm wie wenigen anderen Fotografen.

Tom Blachford minimalism fotografie

Besonders aufmerksam wurde ich bei seiner Bildreihe über Island, die einmal mehr die unglaublich beeindruckende Anmutung der atemberaubende Landschaften spiegelt. Aber schaut selbst:

Copyright: Tom Blachford
Quelle: Tom Blachford
Quelle: Tom Blachford

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